Zahnersatz

Was Sie in der Schwangerschaft (Gravidität) wissen sollten

Die Graviditätsbehandlung:
Kommen Sie zur Zahnbehandlung in unsere Praxis, so ist es wichtig für Sie und Ihr werdendes Kind, uns über eine bestehende Schwangerschaft sofort zu unterrichten.

Warum?

Zahnersatz ... Sie dürfen auf keinen Fall mehr geröngt werden, da der Fötus im Mutterleib trotz aller Vorsichtsmaßnahmen (Bleischürze, Nackenschutz etc.) dauerhaft geschädigt werden kann.

... weil wir im Bereich von Amalgamfüllungen keine Entfernungen von alten, defekten oder kariösen Plomben mehr durchführen werden, da der entstehende Schleifstaub auf Sie und das heranwachsende Kind negative Auswirkungen haben kann. Auch der Gesetzgeber empfiehlt keine Amalgam-Therapie während der Gravidität. Wir werden also die defekten Füllungen bis nach Ihrer Niederkunft notdürftig reparieren.

... wir können bei Wissen um Ihre Schwangerschaft die Anästhesiedosis geringer berechnen und damit sowohl Ihr Herz-Kreislauf-System als auch die das Kind schützende Plazentaschranke entscheidend minder belasten.

  • Achten Sie vor allem auf Ihr Zahnfleisch, denn durch die hormonelle Umstellung kann es zu einer Schwangerschaftsgingivitis (Zahnfleischentzündung) kommen, die sich durch starkes Zahnfleischbluten bemerkbar macht und im Extremfall zu einer Hypertrophie (Wucherung des Zahnfleisches über die Zähne) führt.

  • Die richtige Lagerung während der Behandlung ist bei Hochschwangeren wichtig, um eine Druckbelastung des ungeborenen Kindes auf die Zentralversorgungsvene (V. cava inf. et sup.) der Mutter zu verhindern (halb-aufrechte Lagerung), da sonst eine Kollapsneigung der Mutter durch unregelmäßige Durchblutung (Kompression) besteht. Bei eintretender Kollapsneigung sollte eine sofortige linksseitige Drehung und Lagerung erfolgen, um die Kompression der Vene durch das Kind auszuschließen.